Moosburg braucht die UMB
Alfred 'Tscharli' Wagner ist Bürgermeisterkandidat der UMB
UMB treten bei den Kommunalwahlen 2014 mit eigener Liste und Bürgermeisterkandidat an
Moosburg, 01.07.2013 (mh) Anlässlich der Jahresversammlung 2013 im Torbräustüberl präsentierte Vorsitzender Mike Hilberg den Bürgermeisterkandidaten der UMB Alfred Wagner. Der gebürtige Moosburger, der sich in vielen Vereinen engagiert und den meisten besser als Tscharli Wagner bekannt ist, ist aufgrund seines beruflichen Werdegangs und als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Marketing eG eine Idealbesetzung. Verkehrs- und Stadtentwicklungskonzepte sind sein Metier und als Controller in einer großen Wohnungsbaugesellschaft liegt ihm der Umgang mit Immobiliengeschäften und wirtschaftliches Planen im Blut. Das Bürgermeisteramt ist für ihn nicht ein Beruf, sondern Berufung. Hier seine Antrittsrede bei den UMB:
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Liebe Mitglieder der UMB, sehr geehrte Gäste,
Sie alle sind heute Abend hier her gekommen und hatten dabei das Vergnügen, sich unser Moosburg anzusehen. Und vielleicht fragen auch Sie sich: 'Ist das das Moosburg, auf das wir stolz sein können?'
Ich denke, nicht immer. Aber Moosburg hat viele gute Seiten. Engagierte Leute in den Vereinen, gute Geschäfte, in denen man persönlich bedient wird, eine schöne Umgebung, gute Schulen und den Vorzug, in der Metropolregion München zu liegen, einer der wachstumsstärksten Regionen in Europa. Schauen wir uns doch mal unser Moosburg an:
Wer eine Stadt anschaut, geht zuerst einmal in die Innenstadt. Was sieht er da? Das ist seit Jahren so – und nichts ändert sich. Jetzt hören wir immer wieder: 'Aber mit dem ISEK Konzept wird das jetzt besser? Jetzt geht’s los.'
Ich frage mich da, wieso soll es mit dem ISEK Konzept auf einmal besser werden. Ich glaube das nicht mehr und ich sage Ihnen auch, warum ich das nicht mehr glaube:

Im Einzelhandelskonzept von 2009 (das sind jetzt 4 Jahre her) stand z.B. auf Seite 126: 'Eine städtebauliche Aufwertung der Innenstadt ist grundlegend'. Passiert ist leider nichts.
'Am 13. Mai 2013 soll das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) dem Stadtrat der Stadt Moosburg zum Beschluss vorgelegt werden.' So steht es auf der Internetseite www.isek-moosburg.de. Ist das passiert? Nein.
Schauen Sie einmal das ISEK-Schaufenster an der alten Sparkasse an. Sie wissen nicht, welches das ist? Kein Wunder, es wurde einmal zum Start mit ein paar Bildern und Plakaten gefüllt, dann ist es verstaubt und jetzt ist es leer. Geleert wurde es übrigens wegen der Krippenausstellung vor Weihnachten.
Oder werfen Sie einmal einen Blick in das ISEK-Konzept, falls Sie es finden! Andere Städte veröffentlichen das Konzept auf Ihrer Homepage. In Moosburg finden Sie es nur auf der privaten Homepage eines Stadtrates. Zum Plan, als dem zentralen Platz Moosburgs, steht im Konzept: 'Der Planungsprozess muss jetzt angegangen werden, um die dadurch ausgelöste Impulswirkung noch innerhalb der Laufzeit des StBauFö-Programmes begleiten und unterstützen zu können'. Das Förderprogramm hat nämlich nur eine begrenzte Laufzeit. Haben Sie dazu etwas in der Zeitung gelesen?

Natürlich wurden und werden in letzter Zeit einige Dinge angegangen: Arbeitskreis Stadtmöblierung, Sanierung Georg Hummel Straße, Aktionen bei der Moosburg Marketing e.G. Das stimmt schon. Kaum naht die Kommunalwahl, verbreitet sich operative Hektik. Das war auch schon vor den früheren Wahlen so. Ich denke, für eine schöne Innenstadt braucht Moosburg engagierte Stadträte der UMB, die Druck machen.

Oder schauen wir einmal auf die wirtschaftliche Entwicklung Moosburgs. Moosburg liegt in der Metropolregion München. Einer der wirtschaftlich dynamischsten Regionen Europas. Da denkt man doch: 'Auch in Moosburg muss die Wirtschaft florieren. Des is doch a gmahde Wiesn.' Aber leider ist es nicht so. Der Wirtschaftsboom geht an Moosburg vorbei. Die Zahl der Beschäftigten ist seit dem Jahr 2000 gestiegen in

Ein Stadtrat hat das auch schon einmal als Problem erkannt. Aber hat daraufhin im Stadtrat oder bei der Stadtspitze eine Diskussion über mögliche Ursachen dieser Misere eingesetzt? Ich habe davon nichts bemerkt. Für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung Moosburgs braucht es engagierte Stadträte der UMB. Für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung braucht Moosburg noch mehr Leute, die solche Fehlentwicklungen erkennen und gemeinsam überlegen, wie hier gegengelenkt werden kann.

Zur Verkehrssituation in Moosburg: Die Geschichte der Verkehrsberuhigung in Moosburg geht zurück bis ins Jahr 1977. Damals starb Elvis Presley!. Inzwischen ist es leider eine unendliche Geschichte. Was wurde uns nicht alles versprochen.

Jetzt in 2013 das neueste Kapitel. Vorletzte Woche stand es in der Moosburger Zeitung: Eine Umwidmung der Westtangente in eine Staatsstraße und eine entsprechende Verkehrsberuhigung der Innenstadt geht frühestens in 4 Jahren, weil der Staat die Westtangente erst nach Ablauf der Gewährleistung übernimmt. Verstehen Sie das? Ich nicht.

Aber Verkehrspolitik bedeutet nicht nur eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt: Versuchen Sie einmal in Moosburg mit dem Rad zu fahren, oder zu Fuß zu gehen, evtl. mit Kinderwagen oder Rollator. Ungefähr ein Drittel der Moosburger Bevölkerung gehört, weil jung oder alt, zu den Radfahrern oder Fußgängern. In der Moosburger Verkehrspolitik, sofern es eine gibt, kommen diese aber nicht groß vor. Welchen Stellenwert diese Menschen in Moosburg heute haben, sehen Sie an den Radwegstummeln an den falschen Stellen, an einem Radweg an der Westtangente, der plötzlich zum Feldweg wird, sowie an zu schmalen Gehwegen.
Wenn nicht bald ein neues frisches Denken ins Rathaus einzieht, dann werden wir auch in sechs Jahren noch über den Verkehr in Moosburg schimpfen. Sicher gibt es dann neue Gutachten, Verkehrszählungen, Versprechen und Hoffnungen. Ich denke aber, dass die Menschen in Moosburg es besser finden, wenn sie dann Ergebnisse einer Politik sehen, die die Probleme auch aktiv anpackt. Deshalb braucht Moosburg die UMB.

In den letzten Jahren ist in Moosburg auch vieles passiert: Haus der Bildung, Sportstätten in der Bonau , Jugendhaus, Feyerabendhaus, Eisstadion, Polizeiinspektion.

Schauen wir uns zunächst das Feyerabendhaus an: 'Ein überregional bedeutendes Baudenkmal' wird es im Führer ,Architektur & Kunst in Moosburg' genannt. Denkmalgeschützt, abgerissen, mit alter Fassadenimitation wieder aufgebaut. Der Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege Egon Johannes Greipl spricht in solchen Fällen von Fake-Architektur oder Betrug am Betrachter. Aber nicht nur aus architektonischer Sicht kann man über das Feyerabendhaus diskutieren:

Das sind 3.500 Euro pro qm Hauptnutzfläche. Wenn Sie das als Investor realisieren, müssen Sie mindesten 15 – 18 Euro Miete pro qm verlangen, damit Sie nur auf Ihre Kosten kommen. So viel bezahlt kein Büromieter in Moosburg. Aber der Bau als Rathauserweiterung war nicht nur teuer, er war auch unnötig. Wenn das Haus der Bildung fertig wird, zieht die VHS aus vielen Flächen in der Stadt aus. Ich denke da z.B. an die Flächen im Setz-Areal. Die bekommen sie für 7,00 bis 8,00 Euro angeboten.

Wo wir gerade bei Fehlinvestitionen sind der nächste Punkt: unser Eisstadion. Ich finde es toll, dass wir in Moosburg Sportanlagen haben, die man auch im Winter nutzen kann, wo sich unsere Kinder auch bei schlechtem Wetter austoben können. Und ich finde, ein Verein, der mit sportlichen Erfolgen den Namen Moosburg in Bayern bekannt macht und der eine gute Nachwuchsarbeit betreibt, hat auch eine gute Sportanlage verdient. Hätte verdient: Weil irgendwann Ende 2014 wird man in Moosburg 5 Millionen für ein Eisstadion ausgegeben haben, das immer noch zu wenige Umkleiden und Duschen hat, obwohl es bereits 2007 eine vom Stadtrat beschlossene Hallenplanung für 3,8 Millionen gab. Ein UMB Stadtrat wie Erwin Köhler hätte da seine Kollegen vor Baubeginn so lange genervt, bis wirklich alle möglichen Probleme diskutiert worden wären. Und sicher wäre dann auch von Anfang an ein Architekt beauftragt worden, der schon öfter Eisstadien geplant hat.

Es gäbe noch ein paar andere Punkte (Abwassergebühren, Verkehrsanbindung der Sportstätten, konzeptlose Wohnungsbaupolitik, …), wo ich mir in Moosburg mehr Gestaltung der Zukunft statt Verwaltung des Hier und Jetzt wünschen würde, wo ich mir Transparenz und Bürgerbeteiligung statt Geheimniskrämerei und Vertuschung wünschen würde. Aber ich denke, es reicht schon.

Wir sehen, es gibt viele Punkte mit Verbesserungspotential. Aber wieso passiert in Moosburg zu wenig in die richtige Richtung? Ich habe mir dazu einige Gedanken gemacht:
Wir sind alle Moosburger, wir wollen alle in einer schönen Stadt leben. Einer Stadt, in der man arbeiten und leben kann, in der man gut einkaufen kann, in der unsere Kinder gute Betreuungsangebote finden. Um eine solche Stadt zu entwickeln, braucht es neben dem richtigen Kompass für die Ziele der Politik, noch etwas ganz wichtiges: Transparenz im Handeln, ehrlich, offen und überparteilich. Zukunftsorientiertes Handeln geht in der Kommune am besten gemeinsam, nicht nebeneinander oder gegeneinander. Das ist meine feste Überzeugung und dafür trete ich auch ein. Prozesse und Vorgänge in der Stadtpolitik sollten aus sich heraus den Anspruch haben, nachvollziehbar zu sein. Wenn Entscheidungsprozesse nachvollziehbar sind, dann werden die Entscheidungen von vielen akzeptiert werden. Voraussetzung für solche nachvollziehbaren Entscheidungsprozesse ist Transparenz. Nur wer offen und ehrlich informiert ist kann die Dinge verstehen, kann sie nachvollziehen, versteht das Warum und Wieso. Wenn eine solche Politik konsequent gelebt wird, dann entsteht auch wieder Vertrauen in die Politik! Dann werden wir erleben, dass die Moosburger nicht mehr über die Politik schimpfen, sondern konstruktiv an der Entwicklung ihrer Stadt mitarbeiten.

Moosburg braucht einen offenen Politikstil, transparente Informationen und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse. Dafür braucht Moosburg die UMB, denn die UMB stehen für die richtige Politik. Ich bin deshalb dafür, dass sich die UMB an der Kommunalwahl 2014 beteiligen. Wir können gemeinsam eine Aufbruchsstimmung erzeugen, die die Menschen mitreißt. Bei vielen Anlässen zeigen die Moosburger, wie viel sie drauf haben. Das gibt Hoffnung. Moosburg kann eine tolle Stadt werden, wenn die richtigen Leute sich gemeinsam für die richtigen Ziele einsetzen.

Miteinander können wir es schaffen!

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Der Kommentar

Servus Tscharli
Nach nur knapp vier Jahren guter und intensiver Zusammenarbeit trennen sich die Wege von Tscharli Wagner und UMB. Dabei hatte es erfolgreich angefangen. Wagner hatte auf Anhieb als Bürgermeisterkandidat ohne Stadtratsvergangenheit beachtliche 17% erreicht und damit mit Sicherheit von der breiten UMB-Wählerschaft profitiert. Mit Wagner hatte die UMB einen Mitstreiter gewonnen, der viel Kompetenz in Sachen Haushalt und Leidenschaft beim Thema Stadtentwicklung mit gebracht hat. Gemeinsam konnte man mit drei Stimmen im Stadtrat UMB-Politik Gewicht verschaffen. Die Trennung tut beiden weh, wer sie besser verkraftet, wird die Zukunft zeigen.
Aber eins steht fest, die UMB werden auch weiterhin unerschütterlich und mit langem Atem für das Gemeinwohl und ein lebenswertes Moosburg im Einsatz sein.

Ihr Mike Hilberg

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