Unwirtschaftlicher Betrieb der Kläranlage kommt Moosburg teuer
Kläranlagen GmbH kostet unnötige 6,5 Mio. Euro
Trotz hoher Investitionen wirkt sich die Betriebsform GmbH katastropal auf die Gebühren aus
Moosburg, 14.12.2009 (ek) Die kürzlich vom Stadtrat beschlossene Erhöhung unserer Abwassergebühr von 2,35 auf 2,89 Euro je cbm Abwasser begründete Bürgermeisterin Anita Meinelt mit dem Hinweis auf die dringend anstehende Sanierung unserer Kanalisation. Völlig neu ist dabei ihr öffentliches Eingeständnis, dass die Kläranlagen GmbH in den vergangenen Jahren laufend Verluste gemacht hat.
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Bisher nutzte die Bürgermeisterin zusammen mit dem Geschäftsführer der GmbH alle erdenklichen Gelegenheiten, um die besondere Wirtschaftlichkeit der innovativen Maßnahmen in unserer Kläranlage und die dadurch mögliche Gebührenstabilität zu betonen. Jetzt antwortete die Bürgermeisterin auf eine Anfrage der Arbeitsgruppe 'Unteres Gereuth', dass für den Unterhalt unseres Kanalnetzes nicht genügend Geld da war, weil die Beiträge und Gebühren bisher für die Kläranlage verwendet wurden.

Auf diese Widersprüchlichkeiten hatte Erwin Köhler in der UMB-Versammlung am 8. Dezember hingewiesen und die wichtigsten finanziellen Nachteile für die Moosburger Beitrags- und Gebührenzahler im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden und Städten erläutert: Hauptursache für die überhöhten Kosten unserer Abwasserbeseitigung ist der Umstand, dass sie in Moosburg – wohl einmalig in ganz Bayern - in der Betriebsform einer GmbH erfolgt.
Bei Sanierungskosten von 10 Millionen Euro im Zeitraum von 13 Jahren verursacht nach seinen vorsichtigen Berechnungen allein die Betriebsform GmbH in den 13 Jahren zusätzliche Kosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro. Davon entfallen wegen der Mehrwertsteuer 1,8 Millionen Euro auf Steuermehrausgaben an das Finanzamt. Die weiteren 4,7 Millionen Euro ergeben sich aus zahlreichen Positionen, die nur bei einer GmbH anfallen.
Als unwirtschaftlich ist auch zu bewerten, dass unsere Kläranlage zur Faulgasverwertung (Strom und Abwärme) mit Blockheizkraftwerken einerseits und der Brennstoffzelle andererseits die doppelte Kapazität als nötig besitzt. Um wenigstens die innovative aber unwirtschaftliche Brennstoffzelle annähernd auslasten zu können werden Molkerei-, Küchen- und sonstige Fremdabfälle zum Teil aus Hunderten von Kilometern Entfernung z. B. mit LKW`s aus Coburg und den Niederlanden angefahren. Die Kosten der dafür notwendigen Einrichtungen und Gebäude zur Annahme, Lagerung und Verarbeitung unterliegen ebenso der Geheimniskrämerei wie zahlreiche andere Ungereimtheiten. Der Personalstand soll sich deshalb verdoppelt haben.

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Der Kommentar

Servus Tscharli
Nach nur knapp vier Jahren guter und intensiver Zusammenarbeit trennen sich die Wege von Tscharli Wagner und UMB. Dabei hatte es erfolgreich angefangen. Wagner hatte auf Anhieb als Bürgermeisterkandidat ohne Stadtratsvergangenheit beachtliche 17% erreicht und damit mit Sicherheit von der breiten UMB-Wählerschaft profitiert. Mit Wagner hatte die UMB einen Mitstreiter gewonnen, der viel Kompetenz in Sachen Haushalt und Leidenschaft beim Thema Stadtentwicklung mit gebracht hat. Gemeinsam konnte man mit drei Stimmen im Stadtrat UMB-Politik Gewicht verschaffen. Die Trennung tut beiden weh, wer sie besser verkraftet, wird die Zukunft zeigen.
Aber eins steht fest, die UMB werden auch weiterhin unerschütterlich und mit langem Atem für das Gemeinwohl und ein lebenswertes Moosburg im Einsatz sein.

Ihr Mike Hilberg

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